Wortschmied | 22.09.2025

13. Wafnirs Aufstieg

Ein einsamer Krieger in einen leuchtenden Riss an den Wurzeln des Weltenbaums Yggdrasil. Darüber ist der Himmel dunkel, aber die Regenbogenbrücke Bifröst wölbt sich zwischen den Wolken empor.
Wafnir opfert sich. Der Bifröst weist ihm den Weg zu den heiligen Hallen Asgards.

 

So stieg Wafnir in das Loch hinein,
Das im Weltenbaum nun klaffte
Und nahm den Platz der Götterkinder ein.
Wo sein irdisch Leib vom Leben schied.

Die Kriegerseele sah das Licht,
Gesandt von Heimdall,
Das in tausend Farben bricht.
Der Bifröst leitet Wafnir nun

Zu den heil’gen Hallen.
Alle Götter warten schon -
Es soll dem Gast gefallen
Im ew’gen Leben am Gottesthron.


Dieses Gedicht stellt eine thematische Fortsetzung von "Wafnir und die Asen" von 1998 dar.