
Fasziniert von fernen Welten, eigenen, gelesenen -
Schweben durch Raum und Zeit.
Getrieben von Gedanken,
Fantasien werden Wirklichkeit.
In mir werde ich zum Helden,
Zum Zwerg mitten in der Ewigkeit,
Der übersteht den Lauf der Sonne,
Überdauert lange Zeit.
Voll gerüstet für den Kampf
Steh ich dem stark entgegen
Auf alles, was da kommen mag,
Hagel, Sturm und Regen.
Trotze jedem Gegner,
Die Streitaxt ist mein Segen!
Bleibe hier und bleibe stark,
Nichts kann mich bewegen.
Allein und starr nur bin ich nicht,
Ließ mich doch erweichen,
Von der Elfin zarten Gesang
Zwischen großen Eichen.
Zeigte mir die schöne Welt,
Voll Zauber ohne Gleichen.
Die Liebe und die Dichtkunst
Ließen mein Herz erweichen.
Nun bleib ich hier in ihren Armen,
Die Heimat so weit fort.
Doch bin ich nicht mehr, wie ich war,
An diesem neuen Ort.
Vergesse die Familie nicht,
Nicht den Eisenlord,
Dessen letztes Kind ich bin,
Höre noch sein Wort.
"Schütz' die Welt, mein lieber Sohn,
Die ich dir gegeben.
Wirst niemals ihr Herrscher sein,
Doch immer mit ihr leben.
Bist Ruhepol, wenn man dich braucht,
Musst nur nach Wissen streben.
Bist Fels und Axt und Eisenschild,
Die Kraft, alles zu geben."
So fand ich mich, die Worte hallen nach,
Weit fort von daheim,
Zu finden meinen Lebenszweck
Und ein neues Heim.
Ein Fels mit Höhle fand ich schnell,
Zog dort für ewig ein.
Die Esse glüht, der Amboss singt,
So muss das Leben sein.
Sah Menschen kommen, Menschen geh'n,
Junge, Alte, Kranke.
Half allen, wie ich's eben konnt',
Mir reichte nur ein "Danke".
Doch sie vergaßen mich,
Streiften durch die Lande.
Hier noch immer stehe ich,
An des Berges Kante.
Es zerrt an mir, es reißt mich fort,
Weg von meiner Bürde,
Bin wieder nur ein kleiner Mann,
Der gerne Zwerg sein würde.
Doch bin ich nicht längst, was ich erträumt?
Hab doch genommen diese Hürde.
Die Äonen in meinem Geist gelebt ich hab,
Gewähren mir die Würde.
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